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Encyclopedia > An die Freude

"To Joy" (An die Freude in German, in English often familiarly called the Ode to Joy rather than To Joy) is an ode written in 1785 by the German poet and historian Friedrich Schiller, known especially for its musical setting by Beethoven in the fourth and final movement of his Ninth Symphony, for four solo voices, chorus, and orchestra. Ode is a form of stately and elaborate lyrical verse. ... Friedrich Schiller Schiller redirects here. ... Ludwig van Beethoven by Carl Jäger (date unknown). ... The Symphony No. ...


Less famous musical settings of the poem were written by Franz Schubert (for voice and piano, 1815) and Pyotr Ilyich Tchaikovsky (for solo singers, choir and orchestra in a Russian translation, 1865). Franz Schubert. ... A young Pyotr Ilyich Tchaikovsky Pyotr Ilyich Tchaikovsky (Russian: Пётр Ильич Чайкoвский Pëtr Ilič Čajkovskij) (7 May [O.S. 25 April] 1840 – 6 November [O.S. 25 October] 1893), also transliterated Piotr Ilitsch Tschaikowski or Peter Ilich Tschaikowsky, was a Russian composer of the Romantic era. ...


Text

The following is the full text of Schiller's poem. Beethoven heavily edited the text for his setting.

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
was der Mode Schwerd geteilt;
Bettler werden Fürstenbrüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.
Chor
Seid umschlungen, Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder - über'm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.
Wem der große Wurf gelungen,
eines Freundes Freund zu sein;
wer ein holdes Weib errungen,
mische seinen Jubel ein!
Ja - wer auch nur eine Seele
sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle
weinend sich aus diesem Bund!
Chor
Was den großen Ring bewohnet,
huldige der Simpathie!
Zu den Sternen leitet sie,
Wo der Unbekannte tronet.
Freude trinken alle Wesen
an den Brüsten der Natur,
Alle Guten, alle Bösen
folgen ihrer Rosenspur.
Küße gab sie uns und Reben
einen Freund, geprüft im Tod.
Wollust ward dem Wurm gegeben,
und der Cherub steht vor Gott.
Chor
Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahndest du den Schöpfer, Welt?
Such ihn überm Sternenzelt,
über Sternen muß er wohnen.
Freude heißt die starke Feder
in der ewigen Natur.
Freude, Freude treibt die Räder
in der großen Weltenuhr.
Blumen lockt sie aus den Keimen,
Sonnen aus dem Firmament,
Sphären rollt sie in den Räumen,
die des Sehers Rohr nicht kennt.
Chor
Froh, wie seine Sonnen fliegen,
durch des Himmels prächtgen Plan,
laufet, Brüder, eure Bahn,
freudig wie ein Held zum Siegen.
Aus der Wahrheit Feuerspiegel
lächelt sie den Forscher an.
Zu der Tugend steilem Hügel
leitet sie des Dulders Bahn.
Auf des Glaubens Sonnenberge
sieht man ihre Fahnen wehn,
Durch den Riß gesprengter Särge
sie im Chor der Engel stehn.
Chor
Duldet mutig, Millionen!
Duldet für die beßre Welt!
Droben überm Sternenzelt
wird ein großer Gott belohnen.
Göttern kann man nicht vergelten,
schön ists, ihnen gleich zu sein.
Gram und Armut soll sich melden,
mit den Frohen sich erfreun.
Groll und Rache sei vergessen,
unserm Todfeind sei verziehn,
Keine Thräne soll ihn pressen,
keine Reue nage ihn.
Chor
Unser Schuldbuch sei vernichtet!
ausgesöhnt die ganze Welt!
Brüder- überm Sternenzelt
richtet Gott, wie wir gerichtet.
Freude sprudelt in Pokalen,
in der Traube goldnem Blut
trinken Sanftmut Kannibalen,
Die Verzweiflung Heldenmut --
Brüder, fliegt von euren Sitzen,
wenn der volle Römer kraißt,
Laßt den Schaum zum Himmel sprützen:
Dieses Glas dem guten Geist.
Chor
Den der Sterne Wirbel loben,
den des Seraphs Hymne preist,
Dieses Glas dem guten Geist
überm Sternenzelt dort oben!
Festen Mut in schwerem Leiden,
Hülfe, wo die Unschuld weint,
Ewigkeit geschwornen Eiden,
Wahrheit gegen Freund und Feind,
Männerstolz vor Königstronen
Brüder, gält es Gut und Blut, -
Dem Verdienste seine Kronen,
Untergang der Lügenbrut!
Chor
Schließt den heilgen Zirkel dichter,
schwört bei diesem goldnen Wein:
Dem Gelübde treu zu sein,
schwört es bei dem Sternenrichter!
Rettung von Tirannenketten,
Großmut auch dem Bösewicht,
Hoffnung auf den Sterbebetten,
Gnade auf dem Hochgericht!
Auch die Toden sollen leben!
Brüder trinkt und stimmet ein,
Allen Sündern soll vergeben,
und die Hölle nicht mehr seyn.
Chor
Eine heitre Abschiedsstunde!
süßen Schlaf im Leichentuch!
Brüder - einen sanften Spruch
Aus des Todtenrichters Munde!

See also

The Symphony No. ... The ode To Joy (Ode »An die Freude« in German) is an ode written in 1785 by the German poet and historian Friedrich Schiller, and known especially for its musical setting by Beethoven in the fourth and final movement of his Ninth Symphony, for four solo voices, chorus, and orchestra. ...

External links

  • Schiller's ode 'An die Freude' in its original, 1785 version with English translation


 

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